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Auswirkungen der Corona-Krise auf Rechnungslegung, Abschlussprüfung und Offenlegung

(Stand 25. Juni 2020)
Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat drei Fachliche Hinweise zu den Folgen auf die Rechnungslegung und Abschlussprüfung veröffentlicht.
IDW Fachlicher Hinweis Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

 

Erleichterungen in Zusammenhang mit der Offenlegung: Das Bundesamt für Justiz (BfJ) mehrere entlastende Maßnahmen zugunsten der Unternehmen beschlossen, die ihre Jahresabschlüsse bisher nicht fristgereicht eingereicht haben. (Aktualisierung am 25. Juni, 10:45)


IDW-Hinweis 4. März (Teil 1)

Der Fachliche Hinweis vom 4. März 2020 (Teil 1) behandelt die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ausgewählte Aspekte der HGB- und IFRS-Rechnungslegung für Abschlüsse und Lageberichte zum 31. Dezember 2019 und deren Prüfung.

  • Im Bereich Rechnungslegung kommt das IDW zu dem Ergebnis, dass das Auftreten des Coronavirus regelmäßig bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 als wertbegründend (HGB) bzw. nicht berücksichtigendes Ereignis (IFRS) einzustufen und damit erst in Abschlüssen mit Stichtag nach dem 31. Dezember 2019 zu berücksichtigen ist. Das IDW nimmt außerdem zur Nachtragsberichterstattung im Anhang, zur Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss (bei wegen der Corona-Pandemie verspätet übermittelten „Reporting Packages“) und zur Lageberichterstattung Stellung.

In der Literatur (Schiffers, DStZ 2020, S. 270) wird darauf hingewiesen, dass im Einzelfall – nämlich wenn bereits bis zum 31. Dezember 2019 Aufträge von Abnehmern aus China storniert wurden oder Lieferengpässe von Vorlieferanten aus China aufgetreten sind – dies als wertaufhellendes Ereignis im Abschluss zum 31. Dezember 2019 zu berücksichtigen ist.

 

  • Im Bereich Abschlussprüfung geht das IDW auf die Themen Auswirkungen auf den Prüfungsprozess und Kommunikationserfordernisse sowie etwaige Konsequenzen für den Bestätigungsvermerk ein.


IDW-Hinweis 25. März (Teil 2)

Der Fachliche Hinweis vom 25. März 2020 (Teil 2) baut auf den ersten Hinweis auf und ergänzt diesen. Er stellt zudem die Auswirkungen auf Abschlüsse und Lageberichte, die nach dem 31. Dezember 2019 enden, dar.

  • Das IDW geht zuerst ganz allgemein auf die Berücksichtigung von öffentlichen Stützungsmaßnahmen in der Rechnungslegung ein.

  • Für den Bereich der handelsrechtlichen Rechnungslegung werden u.a. die Auswirkungen auf die Ansatz- und Bewertungsstetigkeit, den Wegfall der Annahme des Going Concern, bestandsgefährde Risiken, den Anhang und Lagebericht und die Einhaltung von Fristen zur Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses thematisiert. Zudem kommt das IDW zum Ergebnis, dass die Corona-Krise für Abschlüsse mit Stichtag nach dem 31. Dezember 2019 grundsätzlich als wertaufhellend anzusehen und in der Bilanz zu berücksichtigen ist. Weiterhin gibt das IDW einen Überblick über die Auswirkungen auf einzelne Aktiv- und Passivposten, latente Steuern und den Anhang und stellt Besonderheiten bei der Konzernrechnungslegung dar.

  • Zudem gibt das IDW ausgewählte Hinweise zur IFRS-Rechnungslegung und stellt ausführlich die Auswirkungen auf den Prozess der Abschlussprüfung dar.


IDW-Hinweis 8. April (Teil 3)

Der Fachliche Hinweis zum 8. April 2020 (Teil 3) baut auf die ersten beiden Hinweise auf und ergänzt diese. Der Fachliche Hinweis ist vollständig im Frage-Antwort-Format gehalten.

  • Es werden ausgewählte Zweifelsfragen zu den Auswirkungen auf die Rechnungslegung behandelt, u.a. zur Auswirkungen auf die Berichterstattung im Anhang und Lagebericht (auch bei kleinen und Kleinst-Kapitalgesellschaften), die Bilanzierung von Kurzarbeitergeld und gewährten Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen.

  • Zudem geht das IDW ausführlich auf spezielle Zweifelsfragen in Zusammenhang mit der Abschlussprüfung ein, z.B. die Prüfung im Falle von remote work (= Home-Office) durch Mandanten, die Inventurbeobachtung mittels Echtzeit-Videotechnologie, Prüfungshandlungen zur Beurteilung der Verlässlichkeit von in elektronischer Form vorliegenden Prüfungsnachweisen, Hinweise auf Bestandsgefährdung im Bestätigungsvermerk.


Link zum IDW

Eine Übersicht und die fachlichen Hinweise zu den Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus auf die Rechnungslegung und deren Prüfung finden Sie unter nachfolgender Website:

https://www.idw.de/idw/im-fokus/coronavirus


Erleichterungen in Zusammenhang mit der Offenlegung (Stand 25. Juni)

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hatte das Bundesamt für Justiz (BfJ) mehrere entlastende Maßnahmen zugunsten der Unternehmen beschlossen, die ihre Jahresabschlüsse bisher nicht fristgerecht eingereicht haben.

Mit einer Aktualisierung vom 24. Juni 2020 hat das BfJ die anlässlich der Corona-Krise geschaffenen Erleichterungen für Unternehmen, die ihre Jahresabschlüsse nicht innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist veröffentlicht haben, teilweise an die veränderten Umstände angepasst:

  • Auch wenn die gesetzliche Offenlegungsfrist nach § 325 HGB weiterhin fortbesteht, gewährte das BfJ Unternehmen, welche eine erste oder weitere Androhungsverfügung mit einem Ausstellungsdatum zwischen dem 6. Februar 2020 und dem 20. März 2020 erhalten haben, von Amts wegen (also ohne dass hier ein gesonderter Antrag nötig wäre) Wiedereinsetzung in den Vorherigen Stand wegen entschuldigter Offenlegungssäumnis. Voraussetzung war jedoch, dass die Offenlegung bis zum 12. Juni 2020 nachgeholt wurde; in diesem Fall wird das zuvor angedrohte Ordnungsgeld nicht festgesetzt. Diese Erleichterung gilt allerdings nicht für die Verfahrenskosten.

  • Gegen Unternehmen, deren gesetzliche Frist zur Offenlegung zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 30. April endete, wird das BFJ vor 1. Juli 2020 kein Ordnungsgeldverfahren einleiten.

  • Das BFJ nimmt schrittweise die – bisher teilweise ausgesetzten - Zwangsvollstreckung aus Ordnungsgeldverfahren wieder auf. Es wird betroffenen Schuldnern jedoch bei entsprechender Glaubhaftmachung im Rahmen von Einzelfallentscheidungen weiterhin eine an die aktuelle Situation angepasste Stundung gewähren.

 

Weiterführender Link:

https://www.bundesjustizamt.de/DE/SharedDocs/Publikationen/EHUG/Unternehmen_Erleichterung.pdf;jsessionid=325C22998F8C9231FBEBAE3157E01CEC.2_cid361?__blob=publicationFile&v=4



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