Grenzüberschreitende Aktivitäten

Ausgangssituation

Unser Mandant ist alleiniger Kommanditist an einer „kapitalistischen“ Personengesellschaft (GmbH & Co. KG). Unter dieser Gesellschaft, die selber gewerblich tätig ist, hängen alle nationalen und internationalen Beteiligungen.

Die Firmengruppe produziert im In- und Ausland und vertreibt weltweit ihre Produkte an Firmenkunden.


Aufgabenstellung

Für die Produktion eines neuen Produktes wurde im Osten Europas ein Standort gefunden, der in Bezug auf alle Produktionsfaktoren ideale Bedingungen bietet. Da der Standort auch niedrige Steuersätze vorweisen kann, lag unsere Aufgabenstellung darin, eine Gesellschaftsstruktur zu erarbeiten, die diese Steuervorteile möglichst effizient nutzt.

In Zusammenarbeit mit den Rechtsanwälten der Gesellschaft und unseren internationalen Morison-Partnern vor Ort sollten wir eine Struktur erarbeitet, die dabei möglichst wenig in die bestehende gesellschaftsrechtliche Struktur eingreift.


Lösungsansatz

Wir haben vor Ort eine Personengesellschaft mit beschränkter Haftung (ähnlich einer deutschen GmbH & Co. KG) als operativ tätige Gesellschaft etabliert. Da der Mandant mit dieser Rechtsform bereits vertraut war und die Ergebniszuweisung an den Gesellschafter direkt erfolgt, war diese Rechtsform der ideale Ausgangspunkt. Durch die Zwischenschaltung einer deutschen GmbH mit einem Ergebnisabführungsvertrag an die deutsche Obergesellschaft konnte eine direkte Ergebniszuweisung der ausländischen Gewinne bis zum Gesellschafter erreicht werden. Aufgrund der Regelungen im Doppelbesteuerungsabkommen und in den jeweiligen nationalen Steuergesetzen fallen für diese Gewinne beim Kommanditisten keine weiteren deutschen Steuern an.

Bei dieser Gestaltung, die wir in ähnlicher Form bereits mehrfach umgesetzt haben, kommt es vor allem auf die gute Zusammenarbeit mit unseren ausländischen Partnern an. Es ist besonders wichtig, dieses Projekt bis zur vollständigen Umsetzung zu begleiten, da sehr viele Details beachtet werden müssen, von denen jedes zum Scheitern der Steuerstruktur führen kann.

Neben der steuerlichen Situation legen wir viel Wert darauf, dass sowohl die Rechtsform als auch die Komplexität zu unserem Mandanten und vor allem auch zu seinem Geschäft und dessen Volumen passen. Steueroptimierung sollte dabei lediglich als Nebenbedingung für eine Investitionsentscheidung sein.

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